Hammerwerk

Die Nutzung der Wasserkraft bildete die Voraussetzung für die Errichtung von Hammerwerken.

 

Die ersten Hämmer entstanden in Ostbayern bereits im 13. Jahrhundert. Zunächst waren sie Eisenhütten, das heißt, sie verhütteten die Amberger und Sulzbacher Erze und stellten Halbfertigprodukte her. Die Spezialisierung der Schienhämmer in Eisen verarbeitende Hämmer, Blechhämmer, Zainhämmer (die Nägel schmiedeten) erfolgte später.

 

Das Werk Staubershammer, aus Auerbach stammend, war ein solcher Schienhammer, der später als Eisen verarbeitender Hammer weiter betrieben wurde. Seine Betriebseinrichtung stammt zum großen Teil aus dem Ende des 19. Jahrhunderts.

 

Glasschleif- und POLIERWERK

Nach Auflassung der zahlreichen Hammerwerke entstanden im 19. Jahrhundert als Nachfolgebetriebe die ebenfalls mit Wasserkraft betriebenen Spiegelglasschleifen und Polierwerke.

 

Diese Veredelungsbetriebe unterzogen das aus heimischen Flachglashütten stammende Glas einem Schleif- und Poliervorgang und gaben die so bearbeiteten Gläser zur Weiterverarbeitung in die
Spiegelbelegereien.

 

Die ins Museum transferierte Anlage existierte bereits als Getreidemühle, an die um 1880 noch ein
Glasveredelungsbetrieb angebaut wurde.

SCHACHTANLAGE

Während in den vergangenen Jahrhunderten der Bergbau in Ostbayern, begünstigt durch oberflächennahe Lagerstätten, mit einfacher Fördertechnik auskam, musste man mit dem Tiefergehen der Grubenbaue im 20. Jahrhundert leistungsfähige Fördermaschinen und stabile Schachtgerüste errichten.

 

Von den Fördertürmen in Holzbauweise und in Stahlbautechnik sind nur noch wenige erhalten geblieben.

 

Förderturm und Maschinenhaus der ehemaligen Grube BAYERLAND bei Waldsassen sind eine der wenigen Zeugen aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts.

STROM DAMALS 

DIE STROMGESCHICHTE OSTBAYERNS

 

DAS STROMMUSEUM

Wie war es damals, vor über hundert Jahren, als Strom noch ein kostbares Gut war, das nur Wenigen vorbehalten blieb? Die gute alte Zeit war dunkel, kalt und unbequem, die Arbeit hart.

 

Und wer sich wirklich Strom leisten konnte, musste dafür teuer bezahlen. In Ergänzung zur historischen Ausstellung wird im zweiten Teil der Ausstellung ein Einblick in die heutige Welt der Energie und die Zusammenhänge von Stromerzeugung und -verteilung gegeben.

 

Hier hat sich in den letzten Jahren einiges geändert. Wir befinden uns mitten im Aufbau eines neuen Energiesystems – mitten in der vielzitierten Energiewende.

 

Der Weg in die Energiezukunft führt weg von zentralen, konventionellen Großkraftwerken und hin zu dezentralen, regenerativen Erzeugungsanlagen.

 

Mehr denn je geht es darum, ausreichend Strom möglichst umweltschonend zu erzeugen, neue Technologien zum effizienten Energieeinsatz zu entwickeln und die Netze fit für die Zukunft zu machen.

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